Die Fakten

  • Projekt: Austausch einer bestehenden Gas-Brennwertheizung gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe
  • Ort: Dresden-Bühlau
  • Objekt: Bestandsgebäude von 1936
  • Beheizte Wohnfläche: ca. 180 m²
  • Familie: Bertram und Christiane Liskowsky mit vier Kindern zwischen 12 und 20 Jahren
  • Bestandsanlage: Gas-Brennwertheizung, ca. 12 Jahre alt und noch funktionsfähig
  • Neue Anlage: Vaillant aroTHERM plus Luft-Wasser-Wärmepumpe mit natürlichem Kältemittel
  • Wärmeverteilung: ca. 50 % Heizkörper und ca. 50 % Fußbodenheizung
  • Umsetzung: November 2025
  • Förderung: BEG-Bundesförderung für effiziente Gebäude, Förderzusage 55% (Programm KfW-458)
  • Photovoltaik: seit Oktober 2024, 10 kWp mit 11 kWh Stromspeicher
  • Energiekonzept: Dämmung, Holzfassade, Photovoltaik, Stromspeicher, Hybrid-PKW und Wärmepumpe

 

Unser Haus ist mit uns gewachsen

Als wir das Haus in Dresden-Bühlau 2013 gekauft haben, war uns schnell klar: Wir wollten es nicht nur modernisieren, sondern wirklich zu unserem Haus machen. Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1936. Heute sieht man ihm das kaum noch an. Vieles ist Schritt für Schritt entstanden, mit viel eigener Arbeit, mit Holz, konsequent mit natürlichen Materialien und mit dem Wunsch, die vorhandene Substanz weiterzuentwickeln.

Wir haben die Modernisierung nie auf ein rein technisches Projekt reduziert. Es ging uns stets auch um Haltung und Überzeugung. Die neue Holzfassade, die Dämmung von Dach, oberer Geschossdecke und Außenfassade, die neuen Fenster und die farbigen Akzente auf natürlicher Basis gehören genauso dazu wie später Photovoltaik, Stromspeicher und Wärmepumpe.

Der nächste Schritt nach Photovoltaik und Stromspeicher

Die beim Hauskauf bereits vorhandene Gas-Brennwertheizung war beim Austausch nicht kaputt. Sie war etwa zwölf Jahre alt und hätte technisch sicherlich noch einige gute Jahre gehabt. Die Entscheidung zum Wechsel auf die Wärmepumpe war für uns also keine Notlösung.

Seit 2024 erzeugt unsere 10kWp-Photovoltaikanlage Strom. Wir haben sie durch einen Stromspeicher mit 11 kWh erweitert. Damit konnten wir in den Jahren 2023 und 2024 schon stolze 40 % unseres eigenen Stromverbrauchs produzieren. Unseren Hybrid-PKW laden wir immer mit Solarstrom; die meisten Alltagsstrecken lassen sich damit dann komplett elektrisch fahren. Der überschüssige Strom wird eingespeist und kann dann direkt in der Nachbarschaft verbraucht werden. Das ist sehr nachhaltig, da er nicht über viele Kilometer mit hohen Verlusten dorthin transportiert werden muss. Die Einspeisevergütung dafür ist nur gering und liegt im einstelligen Cent-Bereich je Kilowattstunde.  

Was lag für uns also näher, den selbst produzierten Strom auch für die Heizung und die Warmwasserbereitung zu nutzen. So war die Installation der Wärmepumpe kein isoliertes Projekt, sondern unser nächster logischer Schritt. Der Stromvertrag für den Restbezug berücksichtigt natürlich dessen Herkunft aus 100 % regenerativen Quellen. 

Wie die Gröschel GmbH aus Pirna ins Spiel kam

Der Kontakt zu Firma Gröschel entstand über eine Empfehlung. Erst gab es zwei Kontakte zu anderen Fachbetrieben. Nach der Beratung durch Frank Gröschel haben wir dann keine weiteren Angebote mehr eingeholt. Nicht, weil der Preis unwichtig war, sondern weil die Beratung für uns vollständig und bis ins Detail nachvollziehbar war. Er hatte auf jede Frage eine Antwort. Es passte ganz einfach perfekt. 

Wir haben Firma Gröschel alle relevanten Haus- und Verbrauchsdaten gegeben. Danach wurde berechnet, dimensioniert und entschieden, welche Technik perfekt zum Haus und zur vorhandenen Peripherie passt. Aus unserer Sicht war gerade das wichtig: keine Standardlösung zu bekommen, sondern eine Planung auf Grundlage unseres Gebäudes. Die späteren Erfahrungen haben die Prognosen aus der Beratung sehr gut bestätigt und wir sind uns sicher, dass das so bleibt. 

Die Umsetzung

Eingebaut wurde eine Vaillant aroTHERM plus Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einem Warmwasserspeicher, der unseren Komfortansprüchen gerecht wird. Die Außeneinheit der Vaillant-Wärmepumpe steht auf der Gartenseite hinter dem Haus. Im Gebäude verteilt sich die Wärme etwa zur Hälfte über Heizkörper im oberen Geschoss und zur Hälfte über Fußbodenheizung unten.

Der Bauablauf lief so, wie er vorher besprochen war. Die Inbetriebnahme und die Einweisung waren ausführlich und sehr gut verständlich. Es gab während der Umsetzung ein zusätzliches Extra, das vorher nicht geplant und vereinbart war und sich erst im Ablauf ergeben hat. Weil es überschaubar blieb und nachvollziehbar erklärt wurde, war das für uns allerdings kein störender Punkt.

Was sich in unserem Alltag verändert hat

Die größte Veränderung ist, dass wir im Alltag kaum eine Veränderung spüren. Das Wärmegefühl ist wie vorher. Es gibt keinen Komfortverlust und keine störenden Geräuschentwicklungen. Die Außeneinheit der Wärmepumpe ist für uns auch optisch kein Problem. Ganz im Gegenteil. Sie gehört zu unserem Hauskonzept dazu, und wir sind stolz darauf, dass diese Technik ein sichtbarer Teil davon ist.

Auch unsere Kinder tragen diese Haltung mit. Für sie ist es nun kein abstraktes Energiethema mehr, sondern ein Teil ihres Zuhauses, in dem sie leben. Sie sehen, dass Entscheidungen wie Holzfassade, Photovoltaik, Speicher, Hybridfahrzeug und Wärmepumpe zusammenhängen und reden auch gern mit Freunden und in der Schule darüber.

Einordnung für ähnliche Häuser

Gerade im Bestand ist nicht allein das Baujahr entscheidend. Unser Haus stammt zwar aus dem Jahr 1936, aber wir haben es über Jahre energetisch verbessert. Wichtig sind der Zustand der Gebäudehülle, die vorhandenen Heizflächen, und eine passende Dimensionierung der Anlagentechnik.

In unserem Fall funktioniert die Wärmepumpe mit einer gemischten Wärmeverteilung aus Heizkörpern und Fußbodenheizung. Natürlich ist nicht jedes ältere Haus sofort und automatisch für den Umstieg auf eine Wärmepumpe geeignet. Wichtig ist, dass man sein Gebäude und die Heizflächen prüfen lässt, bevor man vorschnell annimmt, dass eine Wärmepumpe nicht infrage kommt. Bei uns gab es die beschriebenen Vorgeschichten, die den Betrieb der Wärmepumpe begünstigen. Aber auch mit etwas weniger Aufwand und dem Drehen an den richtigen Stellschrauben gelingt der Umstieg. Die meisten Häuser haben bereits neue Fenster, Türen und ein gedämmtes Dach. Das reicht meist schon aus. 

 

FAQ: Wärmepumpe im Altbau

1. Warum wurde die alte Heizung ersetzt, obwohl sie noch funktioniert hat?

Die Gas-Brennwertheizung war nicht defekt und technisch noch in gutem Zustand. Familie Liskowsky entschied sich freiwillig für den Umstieg, weil die Wärmepumpe zum ökologischen Gesamtkonzept aus Dämmung, Photovoltaik, Speicher und eigener Solarstromnutzung passt.

2. Funktioniert eine Wärmepumpe auch in einem älteren Haus?

Ja, sehr gut, wenn das Gebäude und die Heizflächen zusammenpassen. Das Haus der Familie Liskowsky stammt aus dem Jahr 1936, wurde aber Schritt für Schritt energetisch verbessert und vor der Umsetzung anhand von Haus- und Verbrauchsdaten geprüft.

3. Braucht man für eine Wärmepumpe zwingend Fußbodenheizung?

Nein. In diesem Projekt arbeitet die Wärmepumpe mit einer gemischten Wärmeverteilung: etwa zur Hälfte Heizkörper und zur Hälfte Fußbodenheizung. Entscheidend ist, ob das Gesamtsystem passend dimensioniert ist. Bei 100 % Heizkörpern ist manchmal nur ein teilweiser Heizkörpertausch erforderlich.

4. Ist die Außeneinheit der Wärmepumpe laut oder störend?

Familie Liskowsky empfindet die Außeneinheit der Wärmepumpe nicht als störend. Geräuschprobleme gibt es nach den bisherigen Erfahrungen nicht, und optisch wird die sichtbare Technik als Teil des Haus- und Energiekonzepts verstanden.

5. Verändert sich das Wärmegefühl im Haus?

Im Alltag bleibt das Wärmegefühl nach Aussage der Familie wie vorher. Es gibt keinen Komfortverlust. Gerade diese unauffällige Veränderung ist für die Familie ein wichtiges Ergebnis.

6. Welche Rolle spielt Photovoltaik bei diesem Projekt?

Die Photovoltaikanlage mit Speicher war bereits vor der Wärmepumpe Teil des Energiekonzepts. Ziel ist, den Eigenverbrauch weiter zu erhöhen und Heizung, Haushalt und Mobilität stärker mit selbst erzeugtem Strom zu versorgen.

7. Warum ist eine gute Beratung vor dem Einbau wichtig?

Im Bestand müssen Gebäudezustand, Verbrauchsdaten, Heizflächen und Technik zusammen betrachtet werden. Bei diesem Projekt stellte die Familie der Gröschel GmbH die relevanten Daten zur Verfügung; darauf basierten Berechnung, Dimensionierung und Systementscheidung.